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ECHA-Diplom

ECHA-Diplom – Specialist in Gifted Education

Schülerinnen und Schüler mit besonderen Begabungen und spezielle Talenten stellen eine große Herausforderung für Lehrpersonen in der schulischen Praxis dar. Begabte und Talentierte lernen viele Dinge früher, schneller und oft ganz anders als ihre Mitschülerinnen und Mitschüler, häufig verbunden mit außergewöhnlichen Neigungen und Interessen. Dies gilt nicht nur für den kognitiven, sondern gleichermaßen für den praktisch-technischen oder sozial-emotionalen Bereich. Damit die Schülerinnen und Schüler ihre Potenziale entwickeln können, bedarf es einer hohen Professionalität von Lehrpersonen.

Im Hinblick auf die aktuelle Debatte um die inklusive Bildung von heterogenen Schülergruppen in allen Schulformen müssen auch die besonderen Bedürfnisse Begabter und Talentierter berücksichtigt werden. Auch die Gruppe der Begabten und Talentierten ist noch einmal differenzierter zu sehen, etwa wenn Begabte eine Zuwanderungsgeschichte haben, sozial benachteiligt sind oder etwaige Beeinträchtigungen zeigen. Im Kontext einer individuellen Begabungsförderung lassen sich Schul- und Unterrichtsentwicklungsprozesse initiieren, von denen alle Schülerinnen und Schüler profitieren.

Lehrpersonen haben gute Möglichkeiten, diesen Schülerinnen und Schülern gerecht zu werden, wenn sie über spezifisches Wissen und entsprechende Erfahrungen verfügen, sich mit anderen Lehrkräften austauschen und im Umgang mit schulischen Herausforderungen angemessen begleitet werden. Im ECHA-Diplomkurs lernen Lehrpersonen, spezielle Entwicklungsbedürfnisse zu erkennen, passende Unterstützungsangebote zu entwickeln, die beteiligten Personengruppen (Schülerinnen und Schüler, Kolleginnen und Kollegen, Eltern) kompetent zu beraten und entsprechende Angebote in der Schule oder in einer regionalen Bildungslandschaft zu verankern.

Mit dieser Weiterbildung können einzelne Lehrpersonen und Teams das erforderliche Fachwissen und ihre Handlungskompetenzen erweitern. Theorien, Konzepte und Modelle zu Begabung, Talent, Intelligenz, Motivation und Kreativität bieten den Verständnishintergrund. Dabei wird bewusst ein breites Begabungsverständnis zugrunde gelegt, die die Potenziale und Interessen von Schülerinnen und Schülern in unterschiedlichen Bereichen berücksichtigt. Auf dieser Basis kann mit Methoden der pädagogisch-psychologischen Diagnostik und der daraus abzuleitenden individuellen Begabungs- und Talentförderung der eigene Unterricht und die Schule nachhaltig auf die Lern- und Entwicklungsbedürfnisse der Schülerinnen und Schüler ausgerichtet werden.

Flyer ECHA Diplom – allgemeine Informationen

Gerne können sie über dieses Kontaktformular mit uns in Verbindung treten.

 

ECHA-Diplomkurs 22

1. Modul: 04.09. - 05.09.2020
2. Modul: 05.02. - 06.02.2021
3. Modul: 07.05. - 08.05.2021
4. Modul: 25.06. - 26.06.2021
5. Modul: 26.11. - 27.11.2021

 

ECHA-Diplomkurs 21

1. Modul: 20.09.2019 – 21.09.2019
2. Modul: 24.01.2020 – 25.01.2020
3. Modul: 24.04.2020 – 25.04.2020
4. Modul: 19.06.2020 – 20.06.2020
5. Modul: 27.11.2020 – 28.11.2020

Flyer ECHA-Diplomkurs 21

 

ECHA-Diplomkurs 20

1. Modul: 14.09.2018 – 15.09.2018
2. Modul: 08.02.2019 – 09.02.2019
3. Modul: 17.05.2019 – 18.05.2019
4. Modul: 21.06.2019 – 22.06.2019
5. Modul: 15.11.2019 – 16.11.2019

 

FAQ ECHA-Diplom

Hospitationen

Hospitationen bieten einen Einblick in Bildungseinrichtungen, die sich auf Begabungsförderung spezialisiert haben. In jedem Jahr werden verschiedene Angebote für die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer bereitgehalten. Die Einrichtungen werden in kleinen Gruppen besucht. Vor Ort besteht die Möglichkeit, sich die praktische Begabungsförderung anzusehen und mit den Kollegen in den Austausch zu kommen. Insgesamt müssen vier Hospitationen im gesamten Studienverlauf abgeleistet werden. Die Hospitationen werden in einer individuellen Kurzreflexion dokumentiert.

Verantwortlich für die Durchführung der Hospitationen ist Ralf Schütz.

Diplomarbeit

Das Weiterbildungsstudium soll dazu anregen, eigene Ideen, (Forder/Förder-)Konzepte und Angebote für begabte Schülerinnen und Schüler zu entwickeln und/oder aufzubauen. In der Diplomarbeit wird ein solches Angebot dokumentiert. Neben den theoretischen Grundlagen, die für das eigene Projekt relevant sind, soll aufgezeigt werden, welche Ziele verfolgt werden. Sie soll weiterhin eine Evaluation und/ oder Reflexion bezüglich der Umsetzung der Ziele beinhalten. Eine Implementation des Projektes in der eigenen Schule sollte angestrebt werden. Der Umfang der Arbeit sollte 60 Seiten nicht überschreiten. Die Arbeit wird zum Ende des Kurses den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern vorgestellt. Diese mündliche Präsentation ist ebenfalls ein verpflichtender Teil des Diploms.

Die Begutachtung erfolgt durch Dozierende, die im Rahmen der ECHA-Weiterbildung tätig sind. Die Koordination übernimmt das ECHA-Prüfungsbüro (Dr. Robin Pflüger).

Verantwortlich für die (wissenschaftliche) Betreuung der Diplomarbeiten ist Julia Gilhaus.

Klausur

Die Klausur prüft den theoretischen Teil bzw. das theoretische Wissen des Weiterbildungsstudiums ab. Grundlage ist der ECHA-Literaturordner. Es soll hierüber gewährleistet werden, dass eine ausführliche Auseinandersetzung mit der Pflichtlektüre (Texte des Readers) erfolgt. In der Klausur sollen Fragen zu theoretischen Inhalten der vorgegebenen Literatur beantwortet und auf praktische Handlungsfelder transferiert werden. Insgesamt stehen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern drei Stunden für die Bearbeitung der Fragen zur Verfügung.

Verantwortlich für die Erstellung und Korrektur der Klausur ist Dr. Robin Pflüger (ECHA-Prüfungsbüro, Stiftung Internationales Centrum für Begabungsforschung).

Regionale Arbeits- und Literaturgruppen

In den regionalen Arbeits- und Literaturgruppen wird die für die Klausur grundlegende Literatur in Teilgruppen erarbeitet und diskutiert. Ziel ist der Austausch unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie die gemeinsame Vorbereitung auf die Klausur. Die Termine werden im ersten Modul mit den Literaturgruppenleitern vereinbart. In der Regel finden die Treffen zwei Mal vor dem Klausurtermin statt. Die Termine liegen in der Regel an Wochenenden.

Auch wenn die Teilnahme an den Literaturgruppen nicht zu den verpflichtenden Elementen des ECHA-Diploms gehört, ist es erfahrungsgemäß sehr sinnvoll, an diesem Zusatzangebot teilzunehmen, um sich zielgerichtet auf die Klausur vorzubereiten. Eine Teilnahme wird somit seitens des ECHA-Prüfungsbüros empfohlen.

7. Münsterscher Bildungskongress

Vom 22. – 25. September 2021 fand unser 7. Münsterscher Bildungskongress im Format "Digital plus" statt. Noch bis zum 10. Oktober können Teilnehmende sich in der Mediathek der Kongressplattform die aufgezeichneten Haupt-, Abend- und Parallelvorträge sowie weitere asynchrone Beiträge erneut anschauen.

Seit 2003 veranstaltet das Internationale Centrum für Begabungsforschung (ICBF) gemeinsam mit dem Landeskompetenzzentrum für Individuelle Förderung NRW (lif) unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Christian Fischer und Dr. Christiane Fischer-Ontrup alle drei Jahre die Bildungskongresse an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Der 8. Münstersche Bildungskongress wird im Jahr 2024 stattfinden.

Mehr Informationen zum Kongress erfahren Sie auf unserer Kongressseite.

 


 

 

News & Aktuelles

Erfolgreiche Durchführung des 7. Münsterschen Bildungskongresses - Vier Tage im Zeichen der nachhaltigen Begabungsförderung

Wie der am 7. August 2021 veröffentlichte Bericht des UN-Klimarats (IPCC) nochmal verdeutlicht, ist es höchste Zeit für einen dauerhaften ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Wandel. Politik, Wirtschaft und jeder Einzelne müssen dazu ihren Beitrag leisten und das eigene Handeln und Verhalten überprüfen. Bildung spielt dabei eine zentrale Rolle. Insbesondere eine gezielte Begabungsförderung kann durch die Stärkung von Fähigkeits- und Persönlichkeitspotenzialen junger Menschen - zum Beispiel durch die Förderung kreativer Problemlösekompetenzen oder ethischen Verantwortungsbewusstseins - einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Gemeinwohlorientierung und zu einer innovativen Zukunftsgestaltung leisten.

Vor diesem Hintergrund fand vom 22. – 25. September 2021 der 7. Münstersche Bildungskongress statt. Die Thematik „Potenziale erkennen, Talente entwickeln, Bildung nachhaltig gestalten“ wurde durch über 100 Vorträge vielfältig gestaltet. Interaktive Kaffeepausen und Podiumsdiskussionen rundeten das Programm ab. Insgesamt haben 1088 Personen am Kongress im Format Digital Plus teilgenommen.

Wir bedanken uns bei allen Vortragenden, Mitwirkenden und Teilnehmenden!

Einige Impressionen der Kongresstage finden Sie hier: https://vimeo.com/615951921

Wir sind gespannt auf das Feedback und möchten alle Kongressteilnehmenden darum bitten, den Evaluationsbogen über Limesurvey auszufüllen: https://ivv7lime.uni-muenster.de/index.php/897994?lang=de

Begabungsförderung als Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe - Münstersche Emfehlungen

Anlässlich des siebten Münsterschen Bildungskongresses wurden am 25. September 2021 in Münster die „Münsterschen Empfehlungen“ an den VorsitzendenderAmtschefkonferenzder KMKHerrn Staatsrat Rainer Schulz, übergeben. Die Empfehlungen wurden gemeinsam von der Robert Bosch-Stiftung, der Joachim HerzStiftung und der Stiftung Internationales Centrum für Begabungsforschung verfasst. Sie beinhalten neun Aspekte, die bezüglich gesellschaftlicher Herausforderungen Perspektiven für die Begabungsförderung und Potenzialentwicklung von Kindern und Jugendlichen in Kindergärten und Schulen, aber auch darüber hinaus enthalten.

Hier finden Sie die komplette Pressemitteilung mit weiteren Hintergründen zur Ausarbeitung der „Münsterschen Empfehlungen“.

Hier geht es direkt zum Wortlaut der „Münsterschen Empfehlungen“ mit ihren neun Aspekten.

7. Münsterscher Bildungskongress: Aufgezeichnete Beiträge in der Mediathek verfügbar

Auf der Kongressplattform können Teilnehmende sich noch bis zum 10. Oktober 2021 viele Beiträge erneut ansehen. In der Mediathek finden sich die aufgezeichneten Haupt-, Abend- und Parallelvorträge, die asynchron zur Verfügung gestellten Beiträge sowie weitere teils exklusive Inhalte.

Nach und nach werden gerade u. a. die Videos folgender Referent:innen verfügbar gemacht:

  • Dr. Armin Nassehi (LMU, München): Teaching for Future - Eckpunkte für Schule und Wissenschaft
  • Bernd Ulrich (Die ZEIT, Hamburg): Kränkung Klima Krise – Warum das Einfache so schwer zu machen ist
  • Prof. Rena Subotnik Ph.D. (American Psychological Association, Washington D.C., USA): Looking to the Future of Talent Development as an Engine for Social Re‐ sponsibility
  • Prof. Dr. Dr. h.c. Jutta Allmendinger Ph.D. (WZB) und (HU, Berlin): Die Leere der Pandemie und was wir für unser Bildungssystem lernen müs‐ sen
  • Prof. Robert Sternberg Ph.D. (Cornell University, USA): Time Bomb: How the Western Conception of Intelligence is Taking Down Humanity and What to Do about it
  • Prof. Sally Reis Ph.D. (University of Connecticut, USA): Using the Schoolwide Enrichment Model (SEM) to Create Future Leaders and Change Agents: How Enrichment Inspires Service, Social Responsibil‐ ity, and Using Talents to Improve the Planet
  • Prof. Joe Renzulli Ph.D. (University of Connecticut, USA): Assessment For Learning: The Missing Element For Identifying High Poten‐ tial in Low Income and Minority Groups
  • Prof. Dr. Kristina Reiss (TUM, München): Das M in MINT: Wie der Mathematikunterricht zu einer nachhaltigen Bil‐ dung beitragen kann
  • Prof. Dr. Kai Niebert (Universität Zürich, Schweiz): Bildung in Zeiten der Klimakrise: Von der politischen Herausforderung zur didaktischen Realität
  • Prof. Dr. Jan Bransen (Radboud University, Niederlande): It takes a village
  • Charles Fadel (Center for Curriculum Redesign, USA): Education for the age of A.I.

 

ICBF Stiftung: Einladung zur Verleihung der Dr. Hans Riegel-Fachpreise

Exzellenz Facharbeit - Dr. Hans Riegel-Fachpreise

für Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Mathematik und Physik

 

Einladung zur Preisverleihung

am Mittwoch, dem 27. Oktober 2021, um 17:00 Uhr

 

Die Dr. Hans Riegel-Stiftung und die Stiftung Internationales Centrum für Begabungsforschung laden alle Wettbewerbsteilnehmer*innen mit ihren Eltern, die Mitglieder der Schulleitungen oder deren Vertreter*innen sowie die betreuenden Fachlehrer*innen zur Abschlussveranstaltung und Preisverleihung herzlich ein.

Die Preisverleihung findet in diesem Jahr online mithilfe der Konferenzsoftware „Zoom“ statt, wobei die datenschutzrechtlich adaptierte, DSGVO-konforme Lizenz der Universität Münster zur Anwendung kommt.

Programm

Begrüßung
Burkhard Jungkamp, Staatssekretär a.D., Vorsitzender der Stiftung Internationales Centrum für Begabungsforschung

Grußworte
Prof. Ingeborg Henzler, Vorstandsmitglied der Dr. Hans Riegel-Stiftung

Bekanntgabe der Preisträger*innen
des Wettbewerbs 2021 in den Fächern Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Mathematik und Physik durch die Mitglieder der Jury

Gruppenfoto der Sieger*innen, Verabschiedung

auf Wunsch „Get Together“
Gelegenheit zum Gespräch mit den Mitgliedern der Jury

 

Die Zugangsdaten zum Konferenzsystem finden Sie hier hinterlegt. 

Rückblick aufs Innovation Lab 1: Venedigs Lagune schützen

Vom 17. – 23. Juli 2021 fand das Innovation Lab 1 unseres Steam+-Erasmusprojektes statt. Das Projekt widmete sich dem Meeresschutz der Lagune Venedig und fand entsprechend in Italien statt. Über eine Woche entwickelten Studierende gemeinsam mit Lehrenden und Expert:innen transdisziplinäre Citizen Science Projekte, die unterschiedliche Aspekte des Umwelt- und Meeresschutzes aufgriffen.

Im November 2021 wird das zweite Innovation Lab stattfinden. Dieses wird von der Universität in Klaipėda (Litauen) durchgeführt.

Aktuelle Informationen rund um das Erasmus+-Projekt können Sie auf der Projekthomepage einsehen.

Während des Münsterschen Bildungskongresses wird es zudem einen Beitrag zum Steam+-Projekt geben!

 

Informationsveranstaltung zum Forder-Förder-Projekt (FFP) – Angebot für semesterbegleitende Praktika (OP/KP/BFP)
 
Das Forder-Förder-Projekt des Internationales Centrums für Begabungsforschung (ICBF) bietet Lehramtsstudierenden die Möglichkeit, im Rahmen eines OP/KP oder BFP Schülerinnen und Schüler bei der interessengeleiteten Arbeit an selbst gewählten Themen als Mentoren zu begleiten und zu unterstützen.
Auf universitärer Seite wird das Projekt im Winter- und Sommersemester von einem Seminar begleitet, in dem die benötigten Kompetenzen u.a. in den Bereichen individuelle Förderung, Begabungsförderung, Selbstreguliertes und Forschendes Lernen vermittelt sowie die praktischen Erfahrungen reflektiert werden.
Die Praktikumsplätze an den beteiligten Schulen in Münster und Osnabrück werden über die Teilnahme am Seminar vermittelt.
 
 
Bei Interesse kommen Sie gerne zur umfassenden Informationsveranstaltung am 08. Juli 2021 um 16 Uhr über Zoom (https://wwu.zoom.us/j/68823839707) und/oder melden Sie sich per Mail bei den im Plakat angegebenen Ansprechpartnern.
LemaS-Schulen tauschten Erfahrungen aus

Mehr als 80 Interessierte aus den nordrhein-westfälischen LemaS-Schulen und einige Gäste nahmen am 23. März an der Online-Fachtagung zur „Förderung besonders begabter Schülerinnen und Schüler in Präsenz- und Distanzunterricht“ teil. In sechs Themenforen ging es um die Erfahrungen, die in der Pandemiezeit die individuelle Förderung und Begabtenförderung vor neue Herausforderungen stellt, aber auch neue Möglichkeiten eröffnet. Beispiele guter Praxis im Unterricht, Möglichkeiten wirksamer Lernbegleitung und Lernberatung, Fragen der Leistungsrückmeldung, Motivation und Selbstregulierung im Distanzunterricht, aber auch Ideen zur kollegialen Vernetzung und kollegialen Beratung sowie die Unterstützung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen psychischen Belastungen durch die Isolation waren Leitthemen der Gesprächsgruppen, die von SchulleiterInnen und Förderexperten der LemaS-Schulen sowie Fachkollegen aus Bezirksregierungen im Verbund mit WissenschaftlerInnen der WWU bzw. des Landeskompetenzzentrums moderiert wurden.

Der Austausch von Konzepten, Fragen und Entwicklungsprozessen war auch ein Angebot zur Vernetzung und zur Kontaktaufnahme, das künftig mit wechselnden Themen wiederaufgelegt wird.   

Mehr Informationen zum Programm finden Sie auf der Webseite zum Programm Lemas-NRW: www.lemas.nrw.

Neuerscheinung: FFP Handbuch

Die 2021 im Waxmann Verlag erschienene Publikation „Strategien selbstregulierten Lernens in der Individuellen Förderung – Ein Praxishandbuch zum Forder-Förder-Projekt“ bietet interessierten Lehrkräften, Schulleitungen und allen anderen an Unterrichts- und Schulentwicklung beteiligten Akteur*innen Einblicke in die Durchführung des an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster entwickelten Forder-Förder-Projekts zur individuellen Begabungsförderung und nachhaltigen Potenzialentwicklung von Kindern und Jugendlichen im schulischen Kontext. Innerhalb des Projektes erfolgt eine diagnosebasierte (Begabungs-)Förderung, wobei die folgenden drei Ziele im Zentrum stehen: 

  • Interessen entwickeln (mittels selbstgewählter Spezialthemen)
  • Begabungen herausfordern (mittels eigenständiger Forschungsarbeiten)
  • Lernkompetenz fördern (mittels systematischer Strategievermittlung) 

Neben den im ersten Teil des Buches präsentierten theoretischen Grundlagen und aktuellen Forschungsergebnissen bietet das Handbuch im zweiten Teil fächerunabhängige, praxisorientierte Anregungen für die Planung und Durchführung eines Forder-Förder-Projekts inklusive praktischer Hinweise und Unterrichtsmaterialien, die sich als Kopiervorlagen im hinteren Teil des Buches sowie teilweise auch in editierbarer Version auf einer zugehörigen Online-Plattform befinden.

Durch den Fokus auf Strategien selbstregulierten Lernens eignet sich das Forder-Förder-Projekt
– insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Situation – ideal, um Kinder und Jugendliche individuell in ihren Begabungen und Interessen zu fordern sowie in ihren Lernkompetenzen zu fördern, indem es sich nicht nur im Präsenzunterricht, sondern auch im Distanzlernen erfolgreich umsetzen lässt.

Herausgeber*innen:

Christian Fischer, Donata Hillmann, Monika Kaiser-Haas, Monika Konrad

Autor*innen:

Christian Fischer, Christiane Fischer-Ontrup, Julia Gilhaus-Schütz, Linda Habedank, Donata Hillmann, Monika Kaiser-Haas, Monika Konrad, David Rott, Sarah Schulte ter Hardt, Corinna Schuster, Franziska Trappehl, Isabel Unkel, Nele von Wieding

2021, Reihe „Begabungsförderung Individuelle Förderung und Inklusive Bildung“, Band 11, Din A4, 49,90 €, ISBN: 978-3-8309-4305-1, doi: https://doi.org/10.31244/9783830993056

Direktlink zum Buch

Das Neuerscheinungsblatt mit interaktiven Bestellmöglichkeiten finden Sie hier.

Anmeldungen für ECHA Kurse

Kinder und Jugendliche mit besonderen Begabungen stellen im pädagogischen Bereich eine große Herausforderung für Beratende, Erzieherinnen und Erzieher in der vorschulischen wie auch für Lehrpersonen in der schulischen Praxis dar. Begabte lernen viele Dinge früher, schneller und oft ganz anders als ihre Mitschülerinnen und Mitschüler. Damit sie diese Potenziale entwickeln können, bedarf es einer hohen Professionalität der begleitenden Pädagoginnen und Pädagogen.

ECHA Diploma of Advanced Studies „Specialist in Gifted Education and Talent Development“

Das Anmeldeverfahren für den Kurs ECHA Diploma of Advanced Studies - Specialist in Gifted Education and Talent Development (Kurs 23) ist eröffnet.

Anmeldungen sind möglich unter icbf@uni-muenster.de. Weitere Informationen finden Sie hier. 
 

ECHA-Coach

Die Termine für den ECHA-Coach Kurs beginnend im Januar 2022 stehen fest. Das Anmeldeverfahren ist nun geöffnet, Anmeldungen sind möglich unter icbf@uni-muenster.de. Weitere Informationen finden Sie hier.

ECHA-Zertifikat

Die Weiterbildung „ECHA-Zertifikat – Fachkraft für Begabtenförderung in der frühen Kindheit (10)“  hat begonnen. Termine für einen neuen Kurs stehen noch nicht fest.

Bei Interesse kontaktieren Sie uns gerne unter icbf@uni-muenster.de.

Hier finden Sie weitere Informationen.

 

 

Umgang mit der Corona-Pandemie

Die Weiterbildungskurse des ICBF können nur vorbehaltlich der jeweils aktuellen Pandemielage und der jeweils aktuellen Verordnung (Coronaschutzverordnung – CoronaSchVO) zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 in Präsenz stattfinden. Das  Franz Hitze Haus in Münster, der Seminarort der Weiterbildungen des ICBF, hat ein entsprechendes Schutz- und Hygienekonzept entwickelt, welches regelmäßig an die aktuelle Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) angepasst wird. 

Sollte die jeweilige Situation es erforderlich machen, so werden einzelne Module der Weiterbildungen als Online-Seminar und ggf. auch als hybrides Seminar stattfinden.

Förderinitiative Leistung macht Schule: Teilprojektverbund 4–6 „diagnosebasiertes individualisiertes Fordern und Fördern“

32 Projektschulen aus 15 Bundesländern haben sich gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des ICBF auf den Weg gemacht, Konzepte und Projekte zum diagnosebasierten individualisierten Fordern und Fördern an ihren Schulen zu implementieren. Das „diFF“ gliedert sich in drei Teilprojekte (TP):

  • Teilprojekt 4 „Adaptive Formate potenzial- und prozessorientierter Diagnostik"
  • Teilprojekt 5 „Adaptive Formate selbstregulierten und forschenden Lernens“
  • Teilprojekt 6 „Adaptive Formate diversitäts- und differenzsensiblen Lernens“.

Alle Projekte werden bis 2022 umgesetzt und verfolgen in ihrer Kopplung miteinander verknüpfte Ziele. Lehrpersonen in ihrer Rolle zu unterstützen, die Potenziale und individuellen Lernbedürfnisse ihrer Schülerinnen und Schüler zu erkennen, damit eine adäquate Förderung (potenziell) besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler erfolgen kann, ist das Ziel des Teilprojektes 4. Ziel des Teilprojekts 5 ist es, ein Forder- und Förderformat an den Projektschulen (weiter) zu entwickeln und in diesen erweiterten Formen auf den Regelunterricht zu übertragen, um so den individuellen Forder- und Förderbedarfen der (potenziell) leistungsstarken Schülerinnen und Schüler zu entsprechen. Für Teilprojekt 6 lautet das Ziel, Konzepte und Projektansätze zur Förderung von potenziell leistungsfähigen Schülerinnen und Schülern mit Beeinträchtigungen oder aus kulturell und sozial benachteiligten Lagen zu entwickeln und umzusetzen, so dass Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarfen Formate des selbstregulierten forschenden Lernens sinnvoll nutzen können.
Die Forder- und Förderkonzepte werden in enger Zusammenarbeit mit den 32 Projektschulen entwickelt und evaluiert, um eine Passung für den Einsatz im Regelunterricht sicherzustellen. Während einige der Schulen diFF-Projekte vorerst in Drehtürmodellen umsetzen, wagen erste Schulen bereits den Schritt, dieses mit ganzen Klassen, teilweise sogar Jahrgängen durchzuführen. Besonders spannend sind in diesem Zusammenhang die Impulse, die das diFF-Projekt auf der unterrichtlichen Ebene auch für die Schulentwicklungsprozesse an den Schulen setzen. Im Weiteren werden die bisherigen Instrumente und Materialien gemeinsam mit den Schulen weiterentwickelt und Evaluationspakete zur Wirksamkeitsüberprüfung eingesetzt.

Begleitende Wissenschaftler*innen der WWU sind Herr Prof. Dr. Christian Fischer, Vorstandsvorsitzender des ICBF, und Frau Dr. Fischer-Ontrup, Geschäftsführerin des ICBF.

 

Teilprojekt 14: Diagnosebasierte differenzierte Leseförderung in der Grundschule (diFF Di2Lesen)


Am Teilprojekt 14 nehmen 20 Grundschulen aus vielen Regionen Deutschlands teil.

Die Leistungsstreuung im Lesen ist bei Kindern im Grundschulalter groß. Vor diesem Hintergrund soll in Teilprojekt 14 „Diagnosebasierte differenzierte Leseförderung in der Grundschule“ Kindern der Klassenstufen 2-4 auf der Basis einer fortlaufenden Diagnostik der Lesekompetenz eine leistungsangemessene Förderung angeboten werden. Dieser Ansatz einer potenzialorientierten Förderung soll dazu beitragen, dass auch besonders leistungsfähige Kinder eine passende Unterstützung erhalten. Teilnehmenden Schulen wird dazu ein Gesamtkonzept aus den folgenden drei Bausteinen zur Verfügung gestellt:

  • internetbasierte Lernverlaufsdiagnostik,
  • strukturierte Feedbackgespräche sowie
  • Materialien zur Leseförderung mit silbenbasiertem Lesen auf Wortebene, Lautleseverfahren zur Förderung der Leseflüssigkeit und einer strategieorientierten Förderung des Leseverständnisses.

Zunächst wurden – basierend auf Vorarbeiten aus Projekten der eigenen Arbeitsgruppe – die Materialien zur diagnosebasierten differenzierten Leseförderung mit dem Ziel aufbereitet, sie Lehrkräften unter den Rahmenbedingungen von LemaS zur Verfügung stellen zu können. Die Materialien und die begleitenden Informationen sollten also weitgehend so vorbereitet werden, dass ein konzeptgetreuer Einsatz möglich ist. Im September 2018 fand im Rahmen eines Workshops auf dem Bildungskongress im Münster ein inhaltlicher und organisatorischer Austausch mit allen teilnehmenden Schulen statt. Neben dem persönlichen Austausch und Kennenlernen diente der Workshop zur Vorstellung der Ziele des Teilprojekts. Dazu wurden das geplante Vorgehen (empfohlener Start mit Lernverlaufsdiagnostik und sukzessive Hinzunahme der beiden weiteren Bausteine) und die Materialien der diagnosebasierten differenzierten Leseförderung präsentiert. Im Oktober 2018 wurden die Materialpakete allen teilnehmenden Schulen zur Verfügung gestellt.

Die onlinebasierte Lernverlaufsdiagnostik wird aktuell in 20 Schulen von 94 Lehrkräften in 118 Klassen eingesetzt. Die teilnehmenden Schulen werden durch Telefontermine und einen online Support in Fragen zum Einsatz des Materialpaketes unterstützt und es findet ein Austausch statt, in dem mögliche Weiterentwicklungen am Material besprochen werden. Während der Austausch im ersten Projektjahr vorwiegend informell war und der Schwerpunkt auf der Anwendung des Konzepts zur diagnosebasierten Leseförderung lag, soll ab dem Schuljahr 2019/20 eine systematische Begleitung der Implementation erfolgen, um Gelingensbedingungen zu analysieren und den Transfer in die Praxis zu optimieren.

Start der MINT-Teilprojekte 3 & 8 im Rahmen des BMBF-Forschungsverbunds LemaS


Im Rahmen der Forschungsinitative LemaS sind das Teilprojekt 3 und 8 im Bereich der mathematischen Förderung von leistungsstarken und potenziell besonders leistungsfähigen Schülerinnen und Schülern gestartet.
Das Hauptziel des dritten Teilprojekts besteht darin, spezifische Diagnose- und Förderkonzepte für eine adaptierte Gestaltung der Übergänge (Kita – Grundschule, Grundschule – weiterführende Schule) von leistungsstarken und potenziell besonders leistungsfähigen Kindern im Regelunterricht der MINT-Fächer zu entwickeln, welche den Potentialen und Bedürfnissen der Zielgruppe gerecht werden und gleichzeitig den inhaltlichen und organisatorischen Besonderheiten der jeweiligen Fachunterrichte entsprechen.

In Teilprojekt 8 werden nicht die Übergänge, sondern generell adaptive Konzepte für eine diagnosebasierte individuelle Förderung von leistungsstarken und potenziell besonders leistungsfähigen Schülerinnen und Schülern im Regelunterricht der MINT-Fächer fokussiert. Ziel ist zum einen ein Instrumentarium für eine Lernverlaufsdiagnostik zu entwickeln, die nicht nur jeweilige fachliche Kompetenzen und Interessen erfasst, sondern auch lernförderliche bzw. hemmende intra- und interpersonale Einflussfaktoren berücksichtigt. Zum anderen sollen Lernarrangements erprobt werden, die insbesondere interessengeleitetes, selbstregulierendes bzw. selbstbestimmtes und forschendes Lernen in den MINT-Fächern ermöglichen. Auch in diesen Teilprojekten steht zunächst eine Erhebung der Möglichkeiten und Ressourcen der beteiligten Schulen im Vordergrund, um aufbauend Möglichkeiten der Diagnose- und Förderkonzepte zu entwickeln, umzusetzen und zu evaluieren. In 2018 geht es entsprechend vorwiegend darum, die Zusammenarbeit zwischen den Lehrkräften der Schulen und den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aufzubauen sowie den „Ist-Zustand“ an den Schulen zu erfassen.

Begleitender Wissenschaftler, die an der WWU im Fachbereich 10 Mathematik und Informatik wie auch im ICBF verortet ist, ist Herr Prof. Dr. Friedhelm Käpnick.

Coaching für hochbegabte Erwachsene

Das Angebot richtet sich an hochbegabte Erwachsene, die das Thema Hochbegabung in seiner Bedeutung für die eigene Lebensgeschichte reflektieren möchten. Was bedeutete die sehr hohe Begabung in der Kindheit, in Bezug auf die Beziehung zu den Eltern, Geschwistern, Lehrern und Mitschülern? Was bedeutet die hohe Begabung heute im Beruf und in der Beziehung zu Kollegen und Vorgesetzten? Was bedeutet die hohe Begabung innerfamiliär in der Beziehung zum Partner und in der Beziehung zu den Kindern? Hochbegabte Erwachsene können verschiedene Bereiche und Konfliktherde in ihrem Leben mit Bezug auf das Thema Hochbegabung bearbeiten.

Das Beratungs- und Coachingkonzept integriert verschiedene Leitgedanken und Grundsätze bekannter pädagogischer und psychologischer Theorien und Konzepte, vor allem die der systemischen Kurzzeittherapie- modelle und der humanistisch orientierten Therapie- und Beratungsmodelle. Merkmale unserer Beratung sind:

  • Lösungsorientierung

  • Stärkenorientierung

  • Handlungsorientierung

  • Dialogische Beratung

  • Kurzzeitberatung

Weitere Informationen zu diesem Angebot finden sie hier:

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Kontakt

Aktivitäten

Die Stiftung kooperiert mit anderen Stiftungen sowie Trägern der Weiterbildung. Exemplarisch zu nennen sind die Stadt Münster, die Hans-Riegel Stiftung und Bildung und Begabung.

 

ICBF | Adresse und Anschrift

Post: Georgskommende 33 
Besuch: Krummer Timpen 57
D-48143 Münster

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Sekretariat des ICBF

Tel.: +49 251 / 83-29314
Fax.: +49 251 / 83-29316
E-Mail: icbf@wwu.de

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Beratung und Diagnostik

Telefonsprechstunde:
freitags 9.00-12.00 Uhr
Tel.: +49 251 83-29307

 

Förderung und Weiter­bildung

Telefonsprechstunde:
freitags 9.00-12.00 Uhr
Tel.: +49 251 / 83-29308


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