Katholieke Universiteit Nijmegen
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Arbeitsschwerpunkt ECHA-Zertifikat


Der ECHA-Zertifikatskurs ist eine berufsbegleitende Zusatzausbildung für Erzieherinnen und Erzieher zur Fachkraft für Hochbegabtenförderung im Vorschulbereich:`Specialist in Pre-School Gifted Education´. Diese Weiterbildung wird vom Internationalen Centrum für Begabungsforschung (ICBF) der Universitäten Münster und Nijmegen in Kooperation mit dem European Council for High Ability (ECHA) angeboten. Dieser Kurs ist an den speziellen Bedürfnissen von Erzieherinnen und Erziehern ausgerichtet.


Kursinhalte

Inhaltlich richtet der Kurs den Blick auf Kinder mit besonderen Begabungen und zeigt Möglichkeiten auf, diesen Kindern und ihren Bedürfnissen gerecht zu werden. Dabei werden pädagogische Konzepte wie die Ansätze der Reformpädagogik, das Konzept der Reggio-Pädagogik, Methoden zur Diagnostik und Förderung von Begabungen und spezifisches Wissen zum Themenbereich besonderer Begabungen vorgestellt.
Kinder mit besonderen Begabungen lernen viele Dinge früher, schneller und oft auch ganz anders als die Gleichaltrigen. Sie haben andere Spiel- und Lernbedürfnisse und meist auch andere Interessen. Etwa drei Prozent eines Jahrgangs sind hoch begabt, weitere zwölf Prozent gelten als überdurchschnittlich begabt.
Auf dauerhafte Unterforderung oder mangelnde Anregung reagieren manche der besonders begabten Kinder aggressiv, fangen an zu stören oder werden anders verhaltensauffällig. Andere, vor allem Mädchen, ziehen sich zurück. Oft werden im Kindergarten eher die Schwächen als die Stärken gesehen. Die besonderen Begabungen werden, wenn überhaupt, meist zu spät erkannt. Die Kinder entwickeln ein problematisches Selbstwertgefühl.
Erzieherinnen und Erzieher haben gute Möglichkeiten, diesen Kindern frühzeitig gerecht zu werden. Spezifisches Wissen im Bereich der besonderen Begabungen kann ihnen helfen, die Spiel- und Lernbedürfnisse dieser Kinder klarer zu erkennen, Förderangebote zu entwickeln und die Eltern kompetent zu beraten.
Im Zentrum des Zertifikatskurses steht deshalb das Verständnis einer individualisierten Erziehung und Förderung, bei der jedes Kind nach seinen Anlagen, seinen Fähigkeiten und seinem Arbeitstempo gefördert und gefordert wird.

Die Schwerpunkte des Kurses orientieren sich an den Aspekten einer angemessenen Förderung besonders begabter Kinder im Vorschulalter. Dabei werden vor allem folgende Ziele verfolgt:

  • Besondere Begabungen erkennen
  • Besondere Begabungen individuell fördern
  • Förderung in den Kindergartenalltag integrieren
  • Eltern beraten
  • Übergang in die Grundschule begleiten

Zur Organisation

Der Kurs wird in sechs Blockveranstaltungen über einen Zeitraum von anderthalb Jahren organisiert. Die Blockveranstaltungen teilen sich jeweils in einen theorieorientierten Tag und einen praxisorientierten Tag. Hospitationen, praktische Übungen, und Literaturarbeit sind in die Blöcke integriert. Block 1 wird eine Einführung ins Thema Hochbegabung und individualisierte Förderung sein. Block 2 und 3 behandeln das Thema Diagnostik, Block 4 und 5 das Thema Förderung. Block 6 ist dann der „Prüfungsblock“. Hier sollen eigene praktische Erfahrungen präsentiert werden und das Abschlusskolloquium stattfinden.

Frau Stefanie Schmitz wird den gesamten Kurs begleiten. Darüber hinaus werden wir ReferentInnen zu den unterschiedlichen Themenschwerpunkten einladen, die über praktische und theoretische Erfahrungen und Qualifikationen zum Thema Hochbegabung verfügen. Die organisatorische Leitung hat Frau Dr. Dagmar Bergs-Winkels, in Kooperation mit Dr. Christian Fischer und Prof. Dr. Franz J. Mönks.

Ansprechpartnerin: Frau Sonja Diekmann,
Telefonsprechstunde: montags bis mittwochs 8.00-16.30 sowie donnerstags von 8.00 - 14.30,
Telefon: 0251-8324230


 
 
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