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Pressestimmen über das ICBF
Münstersche
Zeitung, 28. Juni 2004
Grenzenlose Neugier
Ergebnisse des "Forder-Förder-Projektes" präsentiert
Münster. Piraten, Picasso, Ritter, Schlangen, Schwarze Löcher
– die Neugier von Kindern scheint keine Grenzen zu kennen. Diesen
Schluss ließen die Ergebnisse des „Forder-Föder-Projekts“
des Internationalen Centrums für Begabungsforschung (ICBF)
zu.
Am Samstag präsentierten 50 Schüler von vier Schulen aus
Münster und Umgebung ihre Forschungsergebnisse.
„Die DNA / DNS ist in einem Codewort verschlüsselt. Jeweils
drei Basen bilden ein Codewort. Entschlüsselt man diese Codewörter,
erkennt man, dass jedes Wort für eine Aminosäure steht.“
Rechercheergebnisse einer Sechstklässlerin?
So mancher Besucher des Foyers im Schloss lässt ungläubig
ein der bunt gestalteten Mäppchen wieder sinken, das die Schülerinnen
und Schüler vorbereitet haben. Bunte DIN A4 Plastikschnellhefter,
mit Bildern verziert. Drapiert vor liebevoll gestalteten Plakaten
zu den jeweiligen Forschungsthemen. Das sieht von außen eigentlich
ganz harmlos aus. „Beeindruckend“, sind sich die Eltern und Lehrer
jedoch über die detailliert erarbeiteten Inhalte einig.
Um Punkt 12.20 Uhr betritt Pia Hansen das Podest im Hörsaal
S8 des Schlosses. Die Sitzreihen sind belegt, mit Power Point möchte
sie nun einen Vortrag über Picasso halten. Pia geht in die
dritte Klasse. Von Nervosität ist bei ihr jedoch keine Spur.
„Guten Tag, ich heiße Picasso und wenn ic heute noch leben
würde, dann wäre ich 121 Jahre alt“, beginnt sie charmant
unter Schiebermütze und Malerkittel.
Ob Gedichteinlage, Danksagungen oder direkter Kontakt zum Publikum:
mit viel Originalität und auf unterschiedliche Weise bewältigen
die teils Neunjährigen die Themenvorträge erstaunlich
routiniert.
„Wir geben den Kindern die Möglichkeit, sich in den Projekten
mit ihren jeweiligen Interessen zu beschäftigen“, erklärt
sich Dr. Christian Fischer vom ICBF die erstaunlichen Resultate,
„wir setzen ihnen keine Grenzen und lassen ihr Potenzial nach oben
hin ausschöpfen. Auf diese Weise erfahren, sie, was sie leisten
können.“
„Zugleich“, so Heribert Woestmann, Mitglied der Universitätsverwaltung,
„werden am Projekt beteiligte Lehrer und Lehramtskandidaten im Umgang
mit besonders begabten Kindern geschult. Wir möchten zudem
zu einer neuen Form des Praktikums finden: Es soll zukünftig
mehr ergebnis- denn zeitausgerichtet sein.“ Die Ergebnisse ihres
Engagements sollen die Studenten als Qualifikation ins Berufsleben
mitbringen.
Die Initiative des ICBF verlief bereits im letzten Jahr erfolgreich,
allerdings noch m kleineren Rahmen. In diesem Jahr beteiligten sich
die Ludgerusschule Hiltrup, die Elisabethschule Osnabrück sowie
das Annette-Gymnasium und das Hittorf Gymnasium am Projekt.
Dr. Christian Fischer und Heribert Woestmann sind sich einig: „Das
Konzept ist ein Gewinn für alle Beteiligetn. Wir werden uns
um eine weitere Fortsetzung bemühen.“ COL
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