| |
Pressestimmen über das ICBF
Münstersche
Zeitung, 23. Dezember 2004
"Recht auf Förderung“
Ministerin Ute Schäfer besuchte das Internationale Centrum
für Begabungsforschung
Münster. Hochbegabung bei Kindern garantiert noch lange
keine Ausschöpfung der Potentiale. Das betonte gestern die
Sozialdemokratin Ute Schäfer.
Die NRW-Ministerin für Schule, Jugend und Kinder erkundigte
sich im Schloss über die Arbeit des „Internationalen Centrum
für Begabungsforschung“ (ICBF). Als gemeinsame Einrichtung
der Westfälischen Wilhelms-Universität und der Universität
Nijmegen (Niederlande) bündelt das ICBF Kompetenzen und Erfahrungen
beider Hochschulen auf den Gebieten der Begabungsforschung und Begabtenförderung.
Schäfer unterstrich das „Recht jeden Schülers auf optimale,
individuelle Förderung“. Den Weg zur Realisierung dieses Anspruches
habe das ICBF durch wissenschaftliche Begleitung zahlreicher Projekte
geebnet, so Fischer.
Als Beispiel nannte sie die Schaltung der Internetplattform „chancen-nrw“
als elektronische Anlaufstelle für Lehrer oder Eltern. Zudem
unterstütze das Centrum Fortbildungsangebote des Landes, über
die der Blick von Lehrern und Erziehern für hochbegabte Kinder
sensibilisiert werden soll. Denn: „Werden die besonderen Fähigkeiten
nicht rechtzeitig erkannt, dann verkümmern sie und es droht
Demotivation“.
Mit Hinweis auf die alarmierenden PISA-Studien machte Dr. Christian
Fischer, Geschäftsführer des ICBF, deutlich, dass individuelle
Förderung auch bei lernschwachen Pennälern als Schlüssel
zum Erfolg zu betrachten sei. Daher gelte es, Lehrkräfte entsprechend
zu qualifizieren. Für die Zukunft kündigte Schäfer
eine Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Begabungszentrum,
dem Landesinstitut für Schule und den Bezirksregierungen an.
Gezielte Einzelberatungen von Schülern und Lehrern sowie zwei
„Runde Tische“ mit Ziel, bereits bestehende Beratungs- und Unterstützungsstrukturen
zur individuellen Förderung auf kommunaler Ebene zu vernetzen,
sind hier angedacht. ICBF-Leiter Prof. Dr. Franz Josef Mönks:
„Politik, Wissenschaft und Praxis müssen eng kooperieren.“
MHO
|
|