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Pressestimmen über das ICBF
Münstersche
Zeitung, 22. Oktober 2003
Hochbegabte richtig fördern
Weiterbildung wird erstmals für Erzieherinnen und Erzieher
angeboten
Münster. Die Förderung besonders begabter Kinder
ist in deutschen Kindergärten und Erziehungseinrichtungen schon
lange kein Randthema mehr. Spätestens seit der PISA-Studie
ist klar, dass frühes Erkennen und Fördern hochbegabter
Kinder für die Gesellschaft und für die Kinder selbst
von hoher Wichtigkeit ist. Aber kaum eine Erzieherin oder ein Erzieher
sind für diese Herausforderung geschult.
Das „Internationale Centrum für Begabungsforschung“ (ICBF)
der Universitäten Münster und Nijmegen bietet seit 2001
in Kooperation mit dem European Council for High Ability (ECHA)
Diplomkurse für Lehrerinnen und Lehrer an, in denen diese zu
„Specialists in Gifted Education“ ausgebildet werden. Nun soll eine
solche Weiterbildung erstmals auch für Erzieherinnen und Erzieher
angeboten werden. Zukünftige „Specialists in Pre-School Gifted
Education“ werdenlernen, wie man hochbegabten Vorschulkindern und
ihren Bedürfnissen gerecht wird. Pädagogische Konzepte,
wie die Ansätze der Reformpädagogik, das Konzept der Reggio-Pädagogik,
Methoden zur Diagnostik und Förderung von Begabungen sowie
spezifisches Wissen zum Themenbereich stehen dabei im Mittelpunkt.
Etwa drei Prozent der Kinder eines Jahrgangs sind hochbegabt, weitere
zwölf Prozent gelten als überdurchschnittlich begabt.
Andere Spiel- und Lernbedürfnisse dieser Kinder führen
oft zu Konflikten und nicht selten zu Verhaltensauffälligkeiten.
Um die Kinder dort abzuholen, wo sie stehen, und ihren Bedürfnissen
und Interessen entgegen zu kommen, müssen Erzieherinnen und
Erzieher eine besondere Aufmerksamkeit für das Phänomen
Hochbegabung und besondere Techniken der Erziehung entwickeln. Die
Schwerpunkte des neuen Kursmodells sind das Erkennen überdurchschnittlicher
Begabungen, das individuelle Fördern dieser Begabungen, die
Integration der Förderung in den Kindergartenalltag, die Beratung
der Eltern und die Begleitung des Übergangs in die Grundschule.
Kursleiterin Stefanie Schmitz wird dabei unterstützt von Dr.
Dagmar Bergs-Winkels, Dr. Christian Fischer und Prof. Dr. Franz
Mönks vom ICBF sowie vor verschiedenen Referentinnen und Referenten.
Der Kurs wird über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren in
sechs Blockveranstaltungen stattfinden. Hospitationen, praktische
Übungen und Literaturarbeit sind integriert. Koordinatorin
und Ansprechpartnerin ist Dr. Dagmar Bergs-Winkels von der Universität
Münster, erreichbar mittwochs von 11 bis 12 Uhr unter Tel.
83-22514.
Weitere Informationen finden Interessenten im Internet unter der
Adresse www.icbf.de
(Arbeitsschwerpunkte)
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