Katholieke Universiteit Nijmegen
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Pressestimmen über das ICBF

Münstersche Zeitung, 02.02.2002

Schüler nach Begabungsstufen fördern

Ein Jahr "Internationales Centrum für Begabungsforschung"


Münster. 10 bis 15 Prozent der Grundschüler gelten als begabt bis hochbegabt, zwei Prozent sogar als spitzenbegabt. Diese Fähigkeit zu erkennen, gestaltet sich allerdings als äußerst schwierig.
Hier setzt das "Internationale Centrum für BegabungsForschung"(ICBF) an. Gestern feierte die von den Universitäten Nijmegen/Niederlande und Münster ihr einjähriges Bestehen, weihte gleichzeitig neue Räumlichkeiten am Krummen Timpen 57 offiziell ein.
Lehrer sollen lernen, alle Begabungsstufen zu fördern. Und zum richtigen Fördern gehören richtiges Erkennen, sagte Prof. Dr. Franz-Josef Mönks (Nijmegen), einer der Pioniere der Begabungsforschung. Denn oft haben Lehrer Schwierigkeiten, hochbegabte Kinder zu erkennen, ergänzte Prof. Dr. Grassmann vom Institut der Didaktik der Mathematik. Begabung bedeute nicht automatisch, viele Aufgaben zu lösen und fleißig zu sein.
Verhaltensauffälligkeiten wie Langeweile durch Unterforderung im Unterricht gelten eher als Indikator, führten nicht selten zu Schwierigkeiten für die Kinder. An ihrem Institut läuft deshalb ein Projekt, um künftige Lehrer für eine Begabungsfrüherkennung zu sensibilisieren. Hochbegabte Kinder, die im Normalunterricht durchaus "mangelhaft" auf dem Zeugnis haben können, lösen im "Mathe-Treff" - derzeit betreuen Lehramtsstudierende drei Gruppen mit jeweils 12 Schülern - unkonventionelle Aufgaben mit Bravour, so Grassmann. Drei bis vier Kinder pro Gruppe zeigten dabei besondere Begabung. Wichtig sei es, hieraus Unterrichtskonzepte zu entwickeln.
Diese "Uni für Kinder" ist aber nur ein Teil der ICBF-Arbeit. Neben dieser Begabtenförderung betreibe man Forschung, biete Aus- und Weiterbildung von Lehrern und Lehramtsstudenten an, erläuterte Christian Fischer. Und die Nachfrage nach Kursen sei hoch. "Wir wollen tatsächlich realisierbare Konzepte entwickeln, eine Verbesserung der Schule für alle Schüler erreichen. Das wäre die Antwort auf die Pisa-Studie", fasste er zusammen. Auch Eltern melden sich, suchen das Beratungsgespräch. Die Erstellung eines Profils durch eine Psychologin ist allerdings kostenpflichtig, beginnt - abhängig vom Einkommen - bei 400 Euro. Dennoch gibt es Wartelisten bis Mai....

 
 
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