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Pressestimmen
über das ICBF
Moritz, Magazin für Leute mit Kindern Nr.11, November 2001
Hochbegabung ICBF- Forschung, die in der
Praxis wirkt
Im Februar dieses Jahres eröffnete unter großem Medieninteresse
das Internationale Centrum für BegabungsForschung (ICBF) an der
Westfälischen Wilhelms-Universität. Einen besonderen Stellenwert
erhält dieser neue Forschungsschwerpunkt zum einen dadurch, dass
seine Einrichtung auf dem Kooperationsvertrag der Universität Münster
und der Katholischen Universität Nijmegen basiert und somit auch
die Zusammenarbeit mit dem dort lehrenden Prof. Dr. Franz Mönks,
führender Wissenschaftler in Europa auf dem Gebiet der Hochbegabung,
Gewähr leistet ist. Zum anderen war es von Beginn an interdisziplinär
ausgerichtet durch die Beteiligung der Fachbereiche Erziehungswissenschaft,
Psychologie und Mathematik der Universität Münster. Mit anderen
Fachbereichen stehen das Centrum im Gespräch.
"Das große Interesse, das laut Dr. Christian Fischer, kommissarischer
Geschäftsführer des ICBF, aus vielen Fachbereichen signalisiert
wird, ist für das Centrum gewissermaßen auch lebenswichtig. Seine
Zustimmung durch das Rektorat erhielt es nur unter der Prämisse
der Kostenneutralität und kann somit lediglich auf bereits bestehende
personelle Ressoursen zurückgreifen. Die Tätigkeiten zusätzlicher
Kolleginnen werden aus Drittmitteln finanziert. Das Rektorat unterstützt
das ICBF durch eine großzügige räumliche Ausstattung.
Das Team hat seine Arbeitsschwerpunkte festgelegt und bewältigt
damit ein bemerkenswertes Pensum: Begabungsforschung, Begabungsförderung
sowie Aus- und Weiterbildung. Gerade beim letzten Punkt zeigt sich
der direkte Weg der Forschung in die Praxis der Schulklassen. Dort
wurden Betroffene - oft aus Unerfahrenheit des Umfeldes - als "verhaltens-
und lerngestört" stigmatisiert. Die "Diagnose Hochbegabung" bedeutete
für die Eltern eine Erleichterung, gleichzeitig erhielten die Lehrer
aber auch oft den "Schwarzen Peter". Verständliche jahrelange Frustration
entlud sich nicht selten mit Präsentation des Testergebnisses: "IQ130-und
nun lieber Lehrer, mach mal. Wenn´s nicht klappt, ist´s deine Schuld."
"Wir verwenden die neuesten Testverfahren und haben uns nach dem
Nijmegener Prinzip von der oft einseitigen IQ-Fixiertheit gelöst",
berichtet Fischer. "Was sagt den Lehrern schon eine Zahl? Deshalb
erhalten Eltern, die ihre Kinder bei uns testen lassen, ein Begabungsprofil.
Das beschreibt die Stärken, in denen das Kind gefordert werden sollte,
gibt aber auch Hinweise auf Schwierigkeiten, in denen es gefördert
werden sollte. Auf dieser Basis werden dann auch konkrete Förder-
bzw. Fordermaßnahmen empfohlen." Das ICBF vertritt ausdrücklich
eine ressourcenorientierte Sichtweise.
Indem das ICBF Lehramtsstudierenden von vornherein für den Umgang
mit Begabten befähigen möchte, und indem es bereits im Schuldienst
stehenden Lehrern Seminare anbietet (beides stößt auf selbst für
die Fachleute überwältigende Resonanz) wirkt das ICBF als Vermittler.
Das ICBF berät nicht nur Eltern und Lehrer, es entwickelt auch Ansätze
für einen begabungsfördernden Unterricht, was letztendlich allen
Schülern zugute kommt. Basis ist dabei die Erforschung der Denkstrukturen/Lernstrategien
dieser Kinder, was u.a. auch zu adäquaten Testverfahren für ihre
Identifikation führen soll.
Kontakt: ICBF, Georgskommende 33, 48143 Münster,
Tel. 0251-8324230,
Mail: ICBF@uni-muenster.de
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