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Pressestimmen über das ICBF
Focus,
Schule, Nr.01, Herbst 2004
„Begabte wollen alles überprüfen“
FOCUS-SCHULE: Viele Eltern wüssten gern: Wie erkenne ich,
ob mein Kind hochbegabt ist?
CHRISTIAN FISCHER: Die Forscher sind sich einig, dass Hochbegabung
dann vorliegt, wenn mit Hilfe von standardisierten Tests ein Intelligenzquotient
(IQ) von 130 Punkten und mehr ermittelt wird. Rund zwei Prozent
der Bevölkerung liegen mit ihren Fähigkeiten in diesem
Bereich. Ab 145 Punkten spricht man dann von Höchstbegabung.
Reicht eine außergewöhnliche Begabung in einer einzigen
Disziplin für dieses Ergebnis aus?
Wissenschaftler streiten darüber, in wie vielen Bereichen jemand
sehr klug sein muss, um als hochbegabt zu gelten. Wenn man allerdings
„nur“ ein Computergenie ist und sonst ganz durchschnittlich, wäre
das keine Hochbegabung.
Sind die Ergebnisse von Intelligenztests immer eindeutig?
Die beiden bewährten Testverfahren – der Hamburg-Wechsler-Intelligenztest
für Kinder (HAWIK II) und das Adaptive Intelligenz Diagnostikum
(AID) – liefern ausgesprochen zuverlässige Ergebnisse. Sie
erfassen eine sehr große Bandbreite sprachlicher, logisch-mathematischer
und räumlicher Fähigkeiten.
Lassen sich auch ohne aufwändige Tests Anhaltspunkte für
Hochbegabung ermitteln?
Nein, jedenfalls nicht zuverlässig. Allerdings gibt es bestimmte
Anzeichen. Es mag paradox klingen, aber hochbegabte Kinder versagen
oft bei leichten Aufgaben und werden erst bei schweren so richtig
munter. Routine halten sie nicht lange aus. Sie lernen viel schneller
als andere, durchschauen Strukturen und können auf der „Meta-Ebene“
denken – etwa über Lernen reflektieren. Wirklich hochbegabte
Kinder haben außerdem einen außergewöhnlich hohen
Gerechtigkeitssinn und akzeptieren Meinungen nur, nachdem sie sie
selber kritisch überprüft haben.
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