Schülerarbeiten an der Universität Münster ausgezeichnet

Das ICBF an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und die Dr. Hans Riegel-Stiftung haben am Samstag, 30. September 2017 die Dr. Hans Riegel-Fachpreise für besonders gute vorwissenschaftliche Arbeiten von Schülerinnen und Schülern der Region verliehen.

Prämiert wurden vorwissenschaftliche Arbeiten aus den Disziplinen Biologie, Chemie, Geographie, Mathematik und Physik. Prof. Dr. Christian Fischer (ICBF) zu den Arbeiten: "Auch im achten Durchgang haben wir wieder mehr als 80 Facharbeiten erhalten. Themen und Qualität der Arbeiten sind ein Beleg für hervorragenden Unterricht in den naturwissenschaftlichen Fächern."

Folgende Schülerinnen und Schüler wurden ausgezeichnet:

Biologie:
1. Platz: Meike Terlutter von der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule in Saerbeck: „Auswirkungen einer periodischen Austrocknung eines Heideweihers im Münsterland auf die Libellenfauna“
2. Platz: Amelie Winkelkotte vom Joseph-König-Gymnasium in Haltern: „Operante Konditionierung: Unterscheidungslernen bei Ziegen durch Lernen durch Versuch und Irrtum“
3. Platz: Fabian Nienhaus vom Gymnasium Mariengarden in Borken: „Wenn zwei Kolonien sich kreuzen… Wie reagieren Bacillus subtilis und Yarrowia lipolytica, wenn deren Kolonien miteinander verschmelzen?“

Chemie:
1. Platz: Tabea Cosima Mittmann vom Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium in Münster: „Das Phänomen der elektrochemischen Korrosion in der Schifffahrt unter besonderer Betrachtung der Problematik bei Regattasegelbooten“
2. Platz: Tabea Eilbracht vom Adalbert-Stifter-Gymnasium in Castrop-Rauxel: „Einfluss von Tensiden auf Größe und Stabilität von Seifenblasen im Blasring-Experiment“
3. Platz: Paul Schneider vom Annette-von-Droste-Hülshoff Gymnasium in Dülmen: „Übertragung des Prozesses der Herstellung von Rapsmethylester im schulischen Bereich auf die Herstellung von Altfettmethylester aus Fritteusenfetten im schulischen Bereich“

Geographie:
1. Platz: Esther Ruholl von der Marienschule in Münster: „Erweiterung des Stadtzentrums in Münster-Kinderhaus – Erfolg oder Misserfolg?“
2. Platz: Philipp Hartkorn vom Albert-Schweitzer/Geschwister-Scholl-Gymnasium in Marl: „Fracking: Fluch oder Segen? Fracking im Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Ökologie am Raumbeispiel North Dakota“
3. Platz: Jannis Stapper vom Kopernikus-Gymnasium in Rheine: „Die Nachhaltigkeit von Einkaufszentren am Beispiel der Emsgalerie Rheine“

Mathematik:
1. Platz: Marcel Garus vom Ratsgymnasium in Gladbeck: „Anwendungsmöglichkeiten der Fourierreihe“
2. Platz: Rieke Schlenkert vom Gymnasium St. Michael in Ahlen: „Kompression von Raster-Grafiken anhand des xPixMap-Formats“
3. Platz: Max Remmert vom Gymnasium St. Michael in Ahlen: „Ein datenbankbasiertes Wissensquiz“

Physik:
1. Platz: Mira Posingies von der Marienschule in Münster: „Photovoltaik – Inwieweit beeinträchtigt die Temperatur die Leistungsfähigkeit von Solarzellen?“
2. Platz: Luca Brilhaus vom Gymnasium St. Mauritz in Münster: „Experimentelle Erzeugung von Lissajous-Figuren ganz einfach?“
3. Platz: Jannis Werwer vom Gymnasium St. Ursula in Dorsten: „Die Messung von e/me mit dem Fadenstrahlrohr“

Ringvorlesung Wintersemester 2017/18

In Kooperation mit dem Internationalen Centrum für Begabungsforschung (ICBF) und dem Landeskompetenzzentrum für individuelle Förderung NRW (lif) wird im Wintersemester 2017/18 im Institut für Erziehungswissenschaften an der Universität Münster eine Ringvorlesung zum Thema "Talente fördern – Leistungen entwickeln" angeboten.

Potenziale und Begabungen zeigen sich in ihrer Vielfalt in jeder Person. Dabei gilt es die vielfältigen Talente zu fördern, damit sich persönliche Leistungen entwickeln können. Vor allem die Schule hat die Aufgabe, alle Kinder und Jugendlichen als potenziell leistungsfähig zu adressieren. Neben leistungsschwächeren sollten auch leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler in den Blick genommen und dabei in ihren individuellen Lernprozessen herausgefordert und gefördert werden.

In der Ringvorlesung "Talente fördern – Leistungen entwickeln" werden Grundlagen und Konzepte einer diagnosebasierten individuellen Förderung von vielfältigen Leistungspotenzialen insbesondere im schulischen Kontext vorgestellt und diskutiert.

Dabei wird die Expertise aus unterschiedlichen Fachrichtungen innerhalb sowie außerhalb der Universität Münster gebündelt. Es werden unterschiedliche Ansätze vorgestellt, die zeigen, dass ein potenzialorientierter Umgang mit Vielfalt – auch mit dem Blick auf leistungsstärkere und potenziell leistungsfähige Schülerinnen und Schüler – gewinnbringend für alle sein kann.

Die Ringvorlesung ist für Pädagoginnen und Pädagogen und alle weiteren Interessierten ab dem 17.10.2017 geöffnet. Die Veranstaltung findet dienstags in der Zeit von 16.15 – 17.45 Uhr im S 10 im Schloss der Universität Münster (4. OG) statt.

Hier können Sie das Programm der Ringvorlesung herunterladen

6. Münsterscher Bildungskongress

Der 6. Münstersche Bildungskongress mit dem Titel „Begabungsförderung. Leistungsentwicklung. Bildungsgerechtigkeit für alle!“ findet vom 19. – 22. September 2018 statt.Wir freuen uns, dass wir mit Prof. Andreas Schleicher, OECD Direktor des Direktorats für Bildung und PISA-Koordinator, einen ausgewiesenen Experten zu den Entwicklungen des deutschen Bildungssystems als Eröffnungsredner des Kongresses gewinnen konnten. Um regelmäßig neue Informationen zum Kongress zu erhalten, registrieren Sie sich gerne mit einer kurzen E-Mail an info@icbfkongress.de oder besuchen Sie unsere Homepage http://icbfkongress.de.

Erfolgreicher Erasmus+ Projektantrag

Das ICBF hat sich zusammen mit sieben weiteren Hochschul- und Universitätsorganisationen Europas sowie dem ÖZBF im Bereich der Hochschulbildung erfolgreich für ein 3-jähriges Erasmus+ Projekt beworben.

Europa verliert seine Talente, die Drop-Out Quoten für das Erststudium steigen - auch für Deutschland - in den letzten Jahren. Das European Honors Council, welches im Juni 2016 offiziell gegründet wurde, versucht diesem Trend u.a. durch das bewilligte Erasmus+ Key Action 2 Projekt entgegenzuwirken. Der Fokus des Projektes liegt daher auf der Weiterentwicklung von Diagnose- und Reflexionsmaterialien für Lehrende in Fachhochschulen und Universitäten Europas, um talentierte Studierende zu erkennen und ihre Talente zu fördern. Während in den Niederlanden sogenannte Honors Programme – auch durch vormalige staatliche Unterstützung – in den meisten Universitäten etabliert sind, fehlt es in vielen anderen europäischen Ländern noch an geeigneten Förder- und Forderangeboten für talentierte und begabte Studierende. Das Erasmus+ Key Action 2 Projekt, welches ab diesem September bis August 2020 umgesetzt werden wird, versucht diese Lücke zu schließen und gliedert sich daher in drei Hauptprodukte:

  • MeTalent Mirror: Materialien und Instrumente zur Selbstevaluation von Lehrenden mit dem Fokus auf Talententwicklung
  • YouTalentSpotter: Diagnoseinstrumente für Lehrende, um talentierte, motivierte und begabte Studierende leichter zu erkennen und ihnen Unterstützung in der Weiterentwicklung ihrer Talente zu bieten
  • e-library, eine Online-Plattform die Texte, Bilder und Mini-Movies zum Thema Honors in Europa bereitstellen wird und so zur Netzwerkbildung der Hochschulen und zur Schaffung von mehr Honors Programmen beitragen wird.

Alle Produkte werden in internationaler Co-Kreation von den Antragssteller/innen sowie Lehrenden und Studierenden aus den Partnerländern erarbeitet. So ist eine enge Verknüpfung an die Praxiserfahrungen und –bedarf der einzelnen Länder gewährleistet. Durch die Bereitstellung von online Materialien ist zudem eine individuelle Auswahl von benötigten Inhalten durch einzelne Organisationen möglich. Eine Präsentation der Arbeitsergebnisse wird im Sommer 2020 in Form einer Summer School stattfinden. Das ICBF hat sich, als Mitglied des Lenkungsausschusses des European Honors Council, an den Vorarbeiten für den Antrag intensiv beteiligt und wird beim ersten Arbeitstreffen in Groningen am 11. & 12. Oktober sowie an den weiteren Arbeits- und Projekttreffen vertreten sein.

Weiterführende Informationen zur Arbeit des European Honors Council finden sich unter https://www.honorscouncil.eu Hier findet Sie auch das kostenlose online Journal zur Honors Education in Europa, welches im Juni 2017 erschienen ist. Auch ohne ein eigenes Honors-Programm können Sie sich als Mitglied kostenlos bei EHC anmelden, sodass Sie die monatliche Newsletter erhalten und auch über Fortschritte im ka2-Projekt auf dem Laufenden gehalten werden.

Anmeldungen für ECHA Kurse

Kinder und Jugendliche mit besonderen Begabungen stellen im pädagogischen Bereich eine große Herausforderung für Beratende, Erzieherinnen und Erzieher in der vorschulischen wie auch für Lehrpersonen in der schulischen Praxis dar. Begabte lernen viele Dinge früher, schneller und oft ganz anders als ihre Mitschülerinnen und Mitschüler. Damit sie diese Potenziale entwickeln können, bedarf es einer hohen Professionalität der begleitenden Pädagoginnen und Pädagogen.

ECHA-Diplom
Der nächste Fortbildungslehrgang ECHA-Diplom für Lehrpersonen beginnt im September 2018.
Hier finden Sie die Informationen dazu.

ECHA-Coach
Ein neuer Kurs zum ECHA-Coach für Beraterinnen und Berater wird im Januar 2018 starten.
Hier finden Sie weitere Informationen.

ECHA-Zertifikat
Einen neuen Fortbildungskurs für Erzieherinnen und Erzieher bietet das icbf beginnend ab Januar 2018 an.
Hier finden Sie Informationen dazu.

16. ECHA-Konferenz in Dublin

Vom 8. bis 11. August findet in Dublin die 16. ECHA-Konferenz rund um das Thema „Working with Gifted Students in the 21st Century“ statt. Vorträge und Workshops richten sich inhaltlich an unterschiedlichen Themenfeldern aus, wie etwa Fragen um die Identifizierung von Schülerinnen und Schülern aus benachteiligten sozialen Lagen oder aber der Nutzen von moderner Technologie im Rahmen von Begabtenförderungsprogrammen. Internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Eltern, pädagogisches Fachpersonal und interessierte sind eingeladen. Als Keynote-Speaker wurden unter anderem Prof. Francoys Gagné; Prof. Heidrun Stöger und Prof. Tracy Cross geladen. Der Call for Abstracts ist noch bis zum 24. Januar 2018 geöffnet, die early bird Registrierung kann noch bis zum 31. Mai 2018 erfolgen. Weitere Informationen können Sie auf der Kongresswebsite finden.

Das “European Talent Support Network (ETSN)” ist nun auch online

Das “European Talent Support Network (ETSN)” ist nun auch online – unter folgendem Link ist es zu finden: http://etsn.eu/.

Das ETSN wurde gegründet, um die Diagnostik und Förderung von begabten und talentierten Kindern und Jugendlichen in Europa zu verbessern. Es versteht sich als Sammelbecken von ausgewiesener Expertise rund um das Thema Hochbegabung. Der Austausch von Best-Practice Beispielen auf europäischer Ebene ist eine hervorragende Möglichkeit des Voneinander Lernens.

Das 2015 offiziell gegründete Netzwerk ist eine sich kontinuierlich entwickelnde Plattform. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Mitgliedschaft: als zentrale “European Talent Centres” und in Form von sogenannten “European Talent Points”. Das Netzwerk hat mittlerweile 20 Talent Centres (überwiegend aus europäischen Ländern, aber auch Indien, Peru) und rund 300 Talent Points, letztere verstreut über 38 Länder weltweit. Das Internationale Centrum für Begabungsforschung (ICBF) ist seit der Gründung als European Talent Centre dabei.

Jedes „European Talent Centre“ leistet exzellente Arbeit in sehr unterschiedlichen Feldern der Förderung von Begabten und Talentierten, das gilt für ebenso für die “Talent Points“. Manche haben eher die Fortbildung der Lehrerinnen und Lehrer im Blick, andere die Arbeit mit den jungen Talenten. Genau das ist die Stärke des sich kontinuierlich entwickelnden Netzwerkes. Derzeit ist es wieder möglich, sich um eine Mitgliedschaft als European Talent Point (oder als „ Associated European Talent Point“ - so werden die Partner außerhalb von Europa genannt) zu bewerben. Dies ist über folgenden Link möglich: http://etsn.eu/apply-to-join-etsn/.

Archiv

Ärztekammer Westfalen-Lippe veranstaltet Fortbildungsseminar

Die medizinische Akademie der Ärztekammer Westfalen-Lippe veranstaltet in Kooperation mit dem Internationalen Centrum für Begabungsforschung ein Fortbildungsseminar, welches sich an alle Ärzte, Kinder- und Jugendpsychiater und -psychotherapeuten, Psychologische Psychotherapeuten, Pädagogen und an weitere Interessierte richtet, die in ihrer täglichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Hochbegabung zu tun haben. Das Seminar findet statt am Samstag, 14. Oktober 2017 im Ärztehaus Münster. Anmeldungen zu dieser Veranstaltung sind noch möglich.

Flyer

Exzellenz Facharbeit: Dr. Hans Riegel-Fachpreise

Die Dr. Hans Riegel-Stiftung und die Stiftung Internationales Centrum für Begabungsforschung laden alle Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmer mit ihren Eltern, die Mitglieder der Schulleitungen oder deren Vertreterinnen oder Vertreter sowie die betreuenden Fachlehre- rinnen und Fachlehrer zur Abschlussveranstaltung und Preisverleihung herzlich in die Aula im Schloß zu Münster ein.

Hans Riegel Einladung 2017

Neuer Titel in der icbf-Schriftenreihe erschienen

Ein neuer Titel in der Schriftenreihe des icbf ist soeben erschienen: Das „BeBa-Verfahren“ von Dr. Robin Pflüger, ein überwiegend in der Begabungsdiagnostik und Begabtenförderung tätiger Entwicklungspsychologe und Erziehungswissenschaftler.

Die Ursachenforschung zu außergewöhnlicher Leistung oder Hochbegabung weist eine lange wissenschaftliche Tradition auf. Im Kontext der Begabungsforschung wenig diskutiert, jedoch in Bezug auf Verhaltensadaptionen von Kindern gut erforscht, ist die Rolle der Interaktion von Bezugspersonen. Im Besonderen interessant ist hier der Einfluss von deren Einigkeit hinsichtlich der Charakterzüge eines Kindes, welche mit steigendem Maß auch ein adaptiveres Verhalten des Kindes bedingt. Das BeBa-Verfahren (= beobachtungsbasiert)- entwickelt von Dr. Robin Pflüger - erfasst die Wahrnehmungsambivalenz von Bezugspersonen bezüglich lernrelevanter Basisfertigkeiten und Fähigkeiten eines Kindes. Basierend auf dieser Erkenntnis der Bedingungsfaktoren von Potenzialentfaltung können individuelle Fördermaßnahmen zur Leistungsentfaltung entwickelt werden.

Der Titel ist im lit-Verlag unter diesem Link bestellbar:

EGIFT Training Event in Dublin

Vom 24. bis 28. Juli fand das erste Training Event für 22 Lehr- und pädagogisch-psychologische Fachkräfte aus Griechenland, Ungarn, Italien, Litauen, Schottland, Dublin, Slovenien und Deutschland (darunter zwei Mitarbeiterrinen des ICBF bzw. LIF) im Rahmen des EGIFT Erasmus+-Projektes, organisiert durch das Centre for Talented Youth, Ireland, in Dublin statt. An vier Tagen wurden im Rahmen von Vorträgen und Workshops grundlegende Themen wie Intelligenz, Begabung und Diagnostik, aber auch die sozialen und emotionalen Bedürfnisse begabter Schülerinnen und Schüler sowie Lehrstrategien zur Begabungsförderung im Klassenraum thematisiert und diskutiert. An einem weiteren Tag erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit zur Hospitation im Rahmen des akademischen Sommer-Programms für besonders begabte Schülerinnen und Schüler. Neben den interessanten Vorträgen und Hospitationen ergab sich die Gelegenheit zum Austausch über internationale theoretische und praktische Perspektiven im Hinblick auf die Begabungsförderung.

Der nächste Schritt im Rahmen des EGIFT-Projektes wird es sein, mit neuen Open Educational Resources online zu gehen, um Pädagoginnen und Pädagogen bei der Förderung besonders begabter Schülerinnen und Schüler im Klassenraum zu unterstützen. Die nächsten Training Events werden im Jahr 2018 in Slovenien (Univerza V Ljubljani) und 2019 in der Hand des ICBF & Lif in Münster stattfinden.

Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie hier

Informationsbesuch des Wissenschaftsstaatssekretärs Klaus Kaiser im icbf

Das Internationale Centrum für Begabungsforschung (icbf) der Universitäten Münster, Nijmegen und Osnabrück erhielt jetzt Besuch von Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Er wurde begleitet von den beiden CDU-Politikern Dr. Stefan Nacke und Prof. Dr. Thomas Sternberg.

Der Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Christian Fischer stellte die Kernkompetenzen des Centrums vor: Begabungsforschung, Begabtenförderung sowie Aus- und Weiterbildung. Mit seinen Kollegen Prof. Dr. Martin Bonsen (Dekan des Fachbereiches 06, Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften), Heribert Woestmann (Vorstand der icbf-Stiftung) sowie Dr. Katharina Steinberg (Schatzmeisterin der icbf-Stiftung) warb er in diesem Kontext für einen weiterbildenden Masterstudiengang.

Er betonte, dass sich das icbf nicht nur um die Förderung besonders begabter Kinder kümmere, sondern die breite Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schüler ebenso wichtig sei. Ein weiteres Arbeitsfeld bilde die Unterstützung von Kindern mit speziellen Beeinträchtigungen sowie Hilfen für Kinder aus bildungsbenachteiligten Lagen.

Wissenschaftsstaatssekretär Klaus Kaiser MdL (CDU) ließ sich insbesondere das Konzept des icbf erklären, das sich mit der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften, Pädagogen und Eltern hinsichtlich des Erkennens und der Förderung von Kindern mit besonderen Begabungen oder potenziell leistungsstarken Kindern befasst.

Stefan Nacke, CDU-Abgeordneter und Mitglied im Wissenschaftsausschuss des Landtags, will sich in Düsseldorf für mehr Bildungsgerechtigkeit einsetzen. Individuelle Förderung heiße zum einen Unterstützung bei der Überwindung von Schwächen, auf der anderen Seite aber auch Talentförderung.

Im Anschluss war noch ein kurzes Gespräch mit dem Rektor der Westfälischen-Wilhelms-Universität, Prof. Dr. Johannes Wessels, möglich.

Thomas Sternberg brachte es auf den Punkt: "Es ist ein gutes Signal, dass der Staatssekretär die WWU und ihre Einrichtungen gleich unter den ersten im Land besucht".

Foto (v.l.n.r.): Dr. Katharina Steinberg (icbf), Prof. Dr. Christian Fischer (icbf), Parl. StS Klaus Kaiser MdL, Prof. Dr. Martin Bonsen (FB 06), Dr. Stefan Nacke MdL (CDU), Akad. Dir. a.D. Heribert Woestmann (icbf), Prof. Dr. Thomas Sternberg (CDU).

Elterntraining Hochbegabung

Die Termine für das nächste Elterntraining für begabte Kindern stehen nun fest. Das Training wird als Blockseminar an zwei Samstagen (23.09.2017 und am 07.10.2017), jeweils von 10.00 bis 16.30 Uhr stattfinden.

Das Angebot richtet sich an Eltern und Bezugspersonen, die sich als Unterstützer der emotionalen und sozialen Entwicklung überdurchschnittlich begabter und hochbegabter Kinder und Jugendlicher verstehen und sich mit Fragen der Erziehung auseinandersetzen wollen. Das Elterntraining greift ausgewählte Aspekte der sozial-emotionalen Entwicklung (hoch-) begabter Kinder und Jugendlicher auf. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwerben Wissen zur Entwicklung und zur Erziehung (hoch-)begabter Kinder und Jugendlicher. Weitere Informationen finden Sie hier.

Dieses Elterntraining ist ausgebucht. Das nächste Elterntraining wird Anfang 2018 angeboten. Die Termine finden Sie hier in Kürze.

Essener ECHA-Diplomkurs für Realschullehrkräfte erfolgreich beendet

Sechzehn Lehrerinnen und Lehrer aus acht Essener Realschulen absolvierten in der Zeit von April 2016 bis Juni 2017 den Weiterbildungsstudiengang zum Specialist in Gifted Education, der anlässlich der Förderinitiative „Begabungsförderung an Essener Realschulen“ der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem ICBF angeboten wurde. Alle Lehrerinnen und Lehrer entwickelten in dieser Zeit mit großem Einsatz schulische Projekte der Begabungsförderung, die ein breites Spektrum an Begabungsfacetten berücksichtigten. Im Rahmen einer feierlichen Verleihung in besonderem Ambiente der Villa Hügel würdigten Vertreterinnen und Vertreter der Bezirksregierung, der Schulverwaltung der Stadt Essen, der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, der Schulleitungen sowie Prof. Dr. Franz Mönks und Prof. Dr. Christian Fischer das Engagement der Lehrkräfte in besonderem Maße.

Ausführlichere Informationen (Presseinformation) finden Sie hier

Forum "Bildungsungleichheit und Talentförderung"

Der Umgang mit Heterogenität und Inklusion ist nach wie vor ein zentrales schulpädagogisches Thema. Bildungskonzepte schwanken zwischen Ansätzen, Nachteile auszugleichen, und Initiativen, besondere Stärken junger Menschen gezielt zu fördern. Ein potenzialorientierter Umgang mit Diversität und Inklusion im Sinne einer Pädagogik der Vielfalt kann aber gewinnbringend für alle sein.

Dieses Thema aufgreifend fand am Dienstag, den 27. Juni 2017 in Münster das Forum „Bildungsungleichheit und Talentförderung“ statt, das von der WWU Münster und dem Lif NRW in Kooperation mit der Bezirksregierung Münster und dem Zentrum für Lehrerbildung in Münster veranstaltet wurde.

Basierend auf den Vorträgen von Prof. Dr. Wilfried Bos (Technische Universität Dortmund) zum Thema „Befunde aus den Vergleichsstudien“ und von Prof. Dr. El-Mafaalani (Fachhochschule Münster) über „Bildungsgerechtigkeit und Migration“ schloss sich eine Podiumsdiskussion an. Das Forum richtete sich an Dozierende, Lehrpersonen, Referendarinnen und Referendare, Studierende sowie alle weiteren Interessierten.

Prof. Wilfried Bos präsentierte die Testleistungen und Verteilung der Länder nach Kompetenzstufen aus internationalen Vergleichsstudien am Beispiel Mathematik und legte dabei den Schwerpunkt auf die Interpretation der Ergebnisse der hohen Kompetenzstufe. So erläuterte er am Beispiel von Singapur, dass 50 % der Schülerinnen und Schüler die höchste Kompetenzstufe erreichen, in Deutschland sind es nur 5,3%. Auch andere asiatische Länder weisen einen sehr hohen Anteil von Schülerinnen und Schülern auf der höchsten Kompetenzstufe auf. Als möglichen Erklärungsansatz verwies Prof. Bos auf die konfuzianische Tradition der asiatischen Länder: Bildung wird in Asien seit etwa 1000 Jahren als Schlüssel für Aufstieg begriffen. Kritisch entwickelte er die Frage nach den Auswirkungen solcher Ergebnisse auf die Zukunft Deutschlands.

Ferner verwies er auf die nach wie vor durch Studien bestätigte bestehende soziale Ungleichheit bei schulischen Übergängen in Deutschland, wonach Kinder aus akademischen Familien eine 3,6-fach höhere Chance haben, eine gymnasiale Empfehlung zu bekommen als Kinder aus Facharbeiterfamilien.

Prof. Aladin El-Mafaalani nahm den Themenschwerpunkt "Bildungsgerechtigkeit und Migration" in den Fokus. Ihm war es wichtig hervorzuheben, dass es vor allem viele unbeantwortete Fragen und viel Raum für interessante Studien gebe.

Sein Vortrag begann mit der Feststellung, dass es keine empirischen Vergleiche gibt über die Auswirkungen und Erfolge von der direkten Beschulung von geflüchteten Kindern in Regelklassen bzw. einer ersten Beschulung in separat dafür eingerichteten Klassen. Er stellte den „kontraintuitiven“ Zusammenhang heraus, dass die Bildungschancen ausländischer Kinder besser werden, je größer ihr Anteil unter den Schülerinnen und Schülern in der Stadt ist. Prof. El-Mafaalani sprach außerdem an, dass die Gruppe der in Deutschland lebenden vietnamesischen Kinder überdurchschnittlich erfolgreich ist, unabhängig von der Region, in der sie leben und trotz ihrer überwiegenden Herkunft aus sozial benachteiligten Familien. Erfolgreiche benachteiligte Schülerinnen und Schüler haben - wie El-Mafaalani es in seinem Vortrag nannte - eine "Insolvenzverwalter"- Strategie: Unter dem Druck funktioneller Knappheit planen und handeln sie immer nur kurzfristig, vermeiden Unsicherheiten und suchen funktionelle Lösungen.

In der anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten die beiden Referenten angeregt mit Prof. Böttcher und Prof. Fischer (beide WWU), Ulrich Wehrhöfer (MSW) und Dorothee Schlüter (Schulleiterin ASGS Gymnasium Marl), moderiert von Burkhard Jungkamp (Staatssekretär a.D.). Auf dessen kritischen Fragen hin kamen die Beteiligten auf viele andere Aspekte des Themenfeldes "Bildungsgerechtigkeit und Migration" zu sprechen.

Wir freuen uns auf unseren 6. Münsterschen Bildungskongress vom 19. bis 22.9.2018 und auf tiefergehenden Vorträge, Beiträge und Auseinandersetzungen zum Thema:

Wir würden uns freuen Sie begrüßen zu dürfen!
Ihr/e
Christian Fischer & Christiane Fischer-Ontrup