Schülerinnen und Schüler mit besonderen Begabungen stellen eine große Herausforderung für Lehrpersonen in der schulischen Praxis dar. Begabte lernen viele Dinge früher, schneller und oft ganz anders als ihre Mitschülerinnen und Mitschüler. Damit sie diese Potenziale entwickeln können, bedarf es einer hohen Professionalität von Lehrpersonen.

Gerade in Anbetracht der aktuellen Debatte um eine inklusive Bildung müssen auch die Bedürfnisse Begabter berücksichtigt werden. Dabei ist zu beachten, dass auch die Gruppe der Begabten sehr vielfältig ist. Etwa dann, wenn Begabte eine Zuwanderungsgeschichte haben oder sozial benachteiligt sind. Im Sinne einer individuellen Begabungsförderung lassen sich Schul- und Unterrichtsentwicklungsprozesse initiieren, von denen alle Schülerinnen und Schüler profitieren.

Lehrpersonen haben gute Möglichkeiten, diesen Schülerinnen und Schülern gerecht zu werden, wenn sie über spezifisches Wissen verfügen, sich mit anderen Lehrkräften austauschen und im Umgang mit schulischen Herausforderungen angemessen begleitet werden. So lernen sie, spezielle Entwicklungsbedürfnisse zu erkennen, passende Förderangebote zu entwickeln, die beteiligten Personengruppen (Schülerinnen und Schüler, Kolleginnen und Kollegen, Eltern) kompetent zu beraten und entsprechende Programme in der eigenen Schule zu verankern.

Mit dieser Weiterbildung können vor allem Lehrpersonen und Lehrerteams das erforderliche Fachwissen und ihre Handlungskompetenzen erweitern. Theorien, Konzepte und Modelle zu Begabung, Intelligenz, (Leistungs-)Motivation und Kreativität bieten den Verständnishintergrund. Auf dieser Basis kann mit Methoden der pädagogisch-psychologischen Diagnostik und der daraus abzuleitenden individuellen Begabungs- und Begabtenförderung der eigene Unterricht und der schulische Kontext auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler ausgerichtet werden.

Mittlerweile sind europaweit über 4000 Pädagoginnen und Pädagogen im Besitz des ECHA-Diploms. Der Ausbildungsgang zum ECHA-Diplom „Specialist in Gifted Education“ wurde in Kooperation mit dem European Council for High Abilitiy (ECHA) am CBO der Universität Nijmegen entwickelt. Für das deutsche Bildungssystem wurde das ECHA-Diplom vom ICBF an der Universität Münster im Rahmen der Bologna-Standards im Hinblick auf den geplanten ECHA-Masterstudiengang („European Masters Degree in Gifted Education“) weiterentwickelt.

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Weitere Informationen finden Sie hier

ECHA-Diplomkurs 18

1. Modul: 16.09.2016 - 17.09.2016
2. Modul: 03.02.2017 - 04.02.2017
3. Modul: 31.03.2017 - 01.04.2017
4. Modul: 23.06.2017 - 24.06.2017
5. Modul: 10.11.2017 - 11.11.2017

ECHA-Diplomkurs 19

1. Modul: 15.09.2017 - 16.09.2017
2. Modul: 23.02.2018 - 24.02.2018
3. Modul: 20.04.2018 - 21.04.2018
4. Modul: 22.06.2018 - 23.06.2018
5. Modul: 23.11.2018 - 24.11.2018

FAQ ECHA-Diplom

Hospitationen

Hospitationen bieten einen Einblick in Bildungseinrichtungen, die sich auf Begabungsförderung spezialisiert haben. In jedem Jahr werden verschiedene Angebote für die Kursteilnehmerinnen und –teilnehmer bereitgehalten. Die Einrichtungen werden in kleinen Gruppen besucht. Vor Ort besteht die Möglichkeit, sich die praktische Begabungsförderung anzusehen und mit den Kollegen in den Austausch zu kommen. Insgesamt müssen vier Hospitationen im gesamten Studienverlauf abgeleistet werden. Die Hospitationen werden in einer individuellen Kurzreflexion dokumentiert.

Verantwortlich für die Durchführung der Hospitationen ist Ralf Schütz.

Diplom-Arbeit

Das Weiterbildungsstudium soll dazu anregen, eigene Ideen, (Forder/ Förder- ) Konzepte und Angebote für begabte Schülerinnen und Schüler zu entwickeln und/ oder aufzubauen. In der Diplomarbeit wird ein solches Angebot dokumentiert. Neben den theoretischen Grundlagen, die für das eigene Projekt relevant sind, soll aufgezeigt werden, welche Ziele verfolgt werden. Sie soll weiterhin eine Evaluation und/ oder Reflexion bezüglich der Umsetzung der Ziele beinhalten. Eine Implementation des Projektes in der eigenen Schule sollte angestrebt werden. Der Umfang der Arbeit sollte 60 Seiten nicht überschreiten. Die Arbeit wird zum Ende des Kurses den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern vorgestellt. Diese mündliche Präsentation ist ein Teil des Diploms.

Verantwortlich für die Betreuung der Diplomarbeiten ist Julia Gilhaus.

Literaturzirkel

In den Literaturzirkeln wird die grundlegende Literatur in Teilgruppen erarbeitet und diskutiert. Ziel ist der Austausch unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die Termine der Literaturzirkel werden individuell mit den Literaturzirkelleitern vereinbart. In der Regel finden die Zirkel zwei bis drei Mal im gesamten Verlauf des Weiterbildungsstudiums statt. Die Termine liegen in der Regel an Wochenenden. Die Orte der Arbeitskreise werden in Absprache mit den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern festgelegt.

Verantwortlich für die Durchführung der Literaturzirkel sind Hilde Machowinski, Uschi Westphal und Petra Schickedanz.

Klausur

Die Klausur prüft den theoretischen Teil des Studiums ab. Grundlage sind der ECHA-Literaturordner und die Inhalte der jeweiligen Blockseminare. Insgesamt stehen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vier Stunden für die Bearbeitung von zehn Fragen zur Verfügung. Der Termin wird im Laufe des Kurses festgelegt und liegt meist im April/Mai. Die Klausur wird an einem Samstag in Münster geschrieben. Die Ergebnisse werden per Email mitgeteilt.

Verantwortlich für die Erstellung und Korrektur der Klausur ist Robin Pflüger (Gaesdoncker Beratungsstelle/ Universteit Nijmegen, NL).